Zweitligist siegt beim Intersport-Cup in Wermelskirchen

Mit einer faustdicken Überraschung endete die dritte Auflage des Intersport-Cups, den Drittligist TuS Wermelskirchen von Freitag bis Sonntag in der Halle Am Schwanen ausrichtete. Im Finale setzte sich Zweitligist TuSEM Essen gegen den Bundesligisten HSG Ahlen-Hamm mit 19:16 (7:10) durch. Im Spiel um den dritten Platz gewann Süd-Zweitligist TV Korschenbroich mit 35:27 gegen den Nord-Zweitligisten VfL Edewecht.

Der TuS belegte den siebten Rang (siehe unteren Bericht).Im Endspiel nahm zunächst alles seinen erwarteten Gang. Aber im zweiten Abschnitt baute der Erstligist mehr und mehr ab. Innerhalb von sieben Minuten sorgten die Essener Pasqual Tovornik und Mike Schulz für die Wende, und der TuSEM lag nach 38 Minuten mit 14:12 in Führung. Zwar schaffte Merten Krings noch einmal den Ausgleich zum 14:14 (42.), aber in der Schlussphase fand die HSG im bärenstarken TuSEM-Keeper Jan Kulhanek ihren Meister.

Ansonsten verlief das Turnier ohne große Überraschungen. Und alle Spiele gingen auch fair über die Bühne. Einen Verletzten musste einzig die HSG Ahlen-Hamm hinnehmen. Lars Gudat war mit dem Fuß umgeknickt und droht länger auszufallen.

Sehr zufrieden war TuS-Manager Klaus Fischbach: "Alle Teams haben uns für unsere perfekte Organisation gelobt", bedankte sich Fischbach ausdrücklich bei den rund 40 Helfern, die mit ihrem Einsatz das Turnier erst ermöglichten. So waren die Damenteams und auch die zweite Mannschaft ständig im Einsatz. Fischbach: "Und auch mit dem Catering-Team um Rolf Walbrecht hat alles bestens funktioniert."

Und im kommenden Jahr findet die Veranstaltung wieder statt. Fischbach hofft, dass er noch einen zweiten Bundesligisten nach Wermelskirchen holen kann. Im Dezember sollen alle Teilnehmer bereits feststehen. Vielleicht wäre die Zuschauerränge dann noch besser gefühlt. "Mit den Zahlen sind wir zufrieden. Aber in Wermelskirchen ist man in dieser Hinsicht sehr schnell zufrieden", sagte der Manager mit einem Augenzwinkern.

Quelle: rga-online.de - Peter Kuhlendahl - 09.08.2010

 TuS gelingt ein versöhnlicher Abschluss

Die ganz große Schmach ist dem Gastgeber erspart geblieben. Oder wie es Rechtsaußen Frank Berblinger ausdrückte: "Es gab zumindest einen versöhnlichen Abschluss." Der TuS Wermelskirchen hat beim eigenen Turnier den siebten Platz belegt. Den einzigen Sieg feierte der Drittligst am Sonntagmorgen beim 28:27 (15:11)-Erfolg gegen den Ligakonkurrenten HSE Hamm.

Nach der 11:14-Niederlage am Freitag gegen TuSEM Essen (der RGA berichtete), unterlagen die Schützlinge von Spielertrainer Lars Hepp am Samstag den Zweitligisten HSG Varel 16:25 (6:11) und TV Korschenbroich 14:21 (6:12).Besonders die Pleiten am Samstag lagen TuS-Manager Klaus Fischbach schwer im Magen.

Und während am frühen Abend Hepp in der Kabine eine erste Analyse unternahm, fand Fischbach deutliche Worte: "Man kann verlieren. Aber nicht auf eine solche Art und Weise. Vor heimischen Publikum muss ich zumindest alles gegeben haben, wenn ich vom Platz gehe."

Derweil zeigte sich Hepp, der sich gegen Korschenbroich und Hamm auf das Coachen beschränkte, am Sonntag diplomatischer. "Natürlich war das im Vergleich zum letzten Wochenende ein Rückschritt. So ist das aber in der Vorbereitung." Außerdem habe er auch positive Ansätze gesehen.

Die gab es am Sonntagmorgen. Und die zeigten in erster Linie die Routiniers wie Kim Neuenhofen, Frank Berblinger und Robert Heinrichs. Bei den jungen Spieler wechselten Licht und Schatten. So blieb es im Spiel um den siebten Platz auch spannend bis zum Schluss. Am Ende siegte der TuS indes verdient.

Dabei kam Rückraumspieler Lukas Tebbe nach einem Schlag auf die linke Schulter im zweiten Abschnitt nicht mehr zum Einsatz. "Es ist aber nichts Schlimmes", gab er Entwarnung. Derweil schmorte Knut Niegetiet, der erst mit Anpfiff in der Halle stand, 60 Minuten auf der Bank. Er hatte verschlafen. TuS-Tore: (gegen Varel, Korschenbroich und Hamm) Neuenhofen, Heinrichs (je 10), Berblinger (10/3), van Walsem (5/4), Kratz, Tebbe, Sonnenberg, Wozniak (je 4), Schwolow (3), Bauerkamp, Henkels, Zulauf (je 1).

Quelle: rga-online.de - Peter Kuhlendahl - 09.08.2010

 TuSEM stark, TuS schwach

Die dritte Auflage des Intersport-Cups endete mit einer Überraschung. Sieger des hochkarätig besetzten Turniers wurde Zweitligist TuSEM Essen, der im Finale den Bundesligisten HSG Ahlen-Hamm bezwang. Enttäuschend war er Auftritt des Ausrichters TuS Wermelskirchen, der Siebter wurde.

Mit einer Überraschung endete die dritte Auflage des vom Handball-Drittligisten TuS Wermelskirchen ausgerichteten Intersport-Cups. Nicht der favorisierte Bundesligist HSG Ahlen-Hamm, sondern Zweitligist TuSEM Essen sicherte sich den Sieg. Im Finale schlug das Team von Trainer Maik Handschke dank einer überragenden Leistung von Keeper Jan Kulhanek den Bundesliga-Aufsteiger mit 19:16. Der TuS landete durch einen 28:27-Erfolg im Duell der Drittligisten gegen HSE Hamm auf Platz sieben.

"Dank der über 40 Helfer, die im Einsatz waren, lief alles reibungslos. Auch die Gastmannschaften waren sehr zufrieden", freute sich TuS-Manager Klaus Fischbach über den Verlauf der dreitägigen Veranstaltung, an der ein Erstligist, fünf Zweit- und zwei Drittligisten teilnahmen. Mit der Vorstellung der eigenen Mannschaft hingegen war er überhaupt nicht zufrieden: "Da braucht man nichts beschönigen. Das war keine gute Leistung."

Sonderschicht im Wald

Nach der 11:14-Niederlage im ersten Gruppenspiel gegen den späteren Sieger aus Essen, das die Wermelskirchener mit ein wenig mehr Einsatz und einer besseren Chancenverwertung durchaus gewinnen konnten, war TuS-Trainer Lars Hepp schon bedient und ließ seine Mannschaft noch am Freitagabend zur "Belohnung" eine Sonderschicht im Wald einlegen. Doch auch am zweiten Turniertag zeigte die Mannschaft teilweise katastrophale Vorstellungen und unterlag zunächst Nord-Zweitligist HSG Varel mit 15:25 und später auch noch dem Süd-Vertreter TV Korschenbroich mit 14:20.

Als Quittung für den letzten Platz in der Gruppe mussten die Wermelskirchener gestern früh aus den Federn. Bereits um 9.30 Uhr stand das Platzierungsspiel gegen den Liga-Konkurrenten HSE Hamm an. Für einige TuS-Akteure war dies wohl zu früh. So fanden Knut Niegetiet und Daniel Schlingmann erst unmittelbar vor dem Anpfiff den Weg in die Sporthalle am Schwanen. Dass der TuS das Spiel gegen den Aufsteiger knapp gewann, war der einzig positive Aspekt eines aus sportlicher Sicht verkorksten Auftritts des neuen TuS-Teams. "Jeder hat gemerkt, was Sache ist. Einige Ansätze waren gut. Wichtig ist, dass wir daran weiterarbeiten. Aber es liegt noch eine Menge Arbeit vor uns", lautete das Fazit von Hepp.

Quelle: rp-online.de - MICHAEL IN'T ZANDT - 09.08.2010


Letzte Änderung: 23.04.2014 - 00:05