Aus dem Schattenreich ins Rampenlicht

TuS richtet Turnier Am Schwanen aus. Panther-Herren ab heute in Leichlingen. Auch HSG und LTV proben den Ernstfall.

Jeder weiß es, aber keiner spricht darüber: Im Sommer führen die Handballer ein halblegales Schattendasein. Klar, es wird eifrig trainiert, aber die Standortüberprüfungen in Form von Testspielen finden meist hinter verschlossenen Türen und an Trainingsabenden statt. Mal sind Spieler noch nicht spielberechtigt, mal wird lieber auf offizielle Schiedsrichter zwecks Kostendämpfung verzichtet. Manche Vereine durchbrechen die handballerische "Omertà" dann aber doch, zumal, wenn sie sich neben sportlichen Erkenntnissen auch Einnahme versprechen. Zum Beispiel bei Turnieren.

Die Verbandsliga-Handballer des TuS Wermelskirchen gehören am kommenden Sonntag dazu. Dann richten die Blau-Gelben ab 10 Uhr zum achten Mal ihren "Intersport-Cup" aus. Neben den Gastgebern sind die Landesligisten ATV Hückeswagen, TSV Aufderhöhe II, HC Wermelskirchen II und Bergische Panther II sowie Bezirksligist TV Witzhelden am Start. Gespielt wird zunächst in zwei Vorrunden-Gruppen, die Platzierungsspielen beginnen um 12.45 Uhr, das Finale um 16 Uhr. TuS-Trainer Braco Sladakovic wird dann auch auf die Dienste der Neuzugänge Stefan Hampel (TSG Benrath) und Sasa Sladakovic (Leichlinger TV; A-Jugend) bauen können. Rückkehrer Knut Niegetiet fehlt dagegen noch. Zudem sind die Gespräche mit Christian Ante noch nicht beendet.

Die Oberliga-Herren der Bergischen Panther sind ab heute beim "Pirates-Cup" des Drittligisten Leichlinger TV dabei. Zudem nehmen die SG Ratingen, HSG Menden-Lendringsen, VfL Gladbeck, TuS Opladen, SG Langenfeld und der LTV Wuppertal teil. Gespielt wird in der Halle Am Hammer. Zum Auftakt treffen die Panther um den neuen Trainer Boris Komuczki bereits heute Abend (18 Uhr) auf den Leichlinger TV.

Nachdem die Spieler die Topographie läuferisch ausgiebig erkundet haben, beginnt für das Landesliga-Team der HSG Radevormwald/Herbeck die Zeit des offiziellen Testens. Zum Beispiel am Sonntag, wenn die Mannschaft von Trainer Markus Eigenbrod um 12 Uhr bei der DJK Styrum (ebenfalls Landesliga) antritt. Das Team aus Oberhausen kommt am 15. August (18.30 Uhr) zum Gegenbesuch, ehe die HSG tags darauf (18.30 Uhr) bei Rote Erde Schwelm spielt. Am 22. und 23. August folgt ein Trainingslager in den Hallen an der Hermannstraße mit Tests gegen den SV Wipperfürth (Samstag, 18 Uhr) und die eigene zweite Mannschaft (Sonntag, 14.30 Uhr). Am 29. August richtet die HSG ein Turnier um den Fliesencenter-Cup aus. Dann kommen unter anderem auch die HG Remscheid I, die Cronenberger TG sowie der LTV Wuppertal mit zwei Teams in die Bergstadt. Den Abschluss der Vorbereitung bildet am 3. September ein Auftritt bei der HGR I.

Apropos HG Remscheid: Am kommenden Donnerstag testet das Trainergespann Lukas Steinhoff/Detlef Randzio beim Oberligisten ART Düsseldorf. Dann kommt es - wie berichtet - zum Wiedersehen mit Ex-Trainer Heino Kirchhoff, der in den Trainerstab von ART-Chefcoach Khalid Khan gerutscht ist. "Wir haben sehr intensiv trainiert, deswegen werden wir nach diesem Test erst einmal eine einwöchige Pause einlegen", sagt Steinhoff, der voll des Lobes für die Trainingsbeteiligung und das Engagement seiner Schützlinge ist. Personell wird sich vorläufig nichts am Kader verändern. Zwar würde Steinhoff gerne noch einen Rechtsaußen holen: "Im Moment ist aber nichts konkret."

Die Vorbereitungen bei den Männern des Lüttringhausener TV laufen ebenfalls auf Hochtouren. Trainer Michael Richter möchte mit seinem Team in der kommenden Saison möglichst vorzeitig den Klassenerhalt in der Bezirksliga feiern. In den bisherigen Testspielen hat der LTV viel Selbstvertrauen tanken können. Zuletzt fuhr die Mannschaft zwei Kantersiege ein. Gegen die beiden Kreisligisten ASV Wuppertal (39:26) und HG Remscheid III (33:21) wurde klar gewonnen. "Meine Mannschaft ist aktuell so stark wie lange nicht mehr", freut sich Richter. Olaf Müller war dem LTV ein sicherer Rückhalt im Tor, Simon Kirchhoff erzielte in beiden Spielen zusammen 20 Tore. Am Samstag kommt ein Bezirksligist aus Darmstadt nach Klausen.

Quelle: rp-online.de - Henning Schlüter - 07.08.2015

 Favoritensieg im "Backofen" Schwanen-Halle

Die Verbandsliga-Herren des TuS Wermelskirchen gewinnen den eigenen Intersport-Cup.

Der Sieger des 8. Intersport-Cups hieß erwartungsgemäß TuS Wermelskirchen. Die Gastgeber setzten sich gestern im "Backofen" am Schwanen im Endspiel mit 17:14 (12:5) gegen den Landeslisten ATV Hückeswagen durch. Der Weg des Verbandsligisten bis ins Finale war allerdings kein Selbstläufer. Zwar gewann der TuS in Abwesenheit des Trainers Braco Sladakovic (Urlaub) die Vorrundengruppe A vor den Landesligisten Bergische Panther II und TSV Aufderhöhe II, allerdings - nach einer überraschenden 13:15-Niederlage gegen die Panther - mit 2:2 Punkten nur aufgrund des besseren Torverhältnisses.

"Ich weiß auch nicht genau, warum wir uns da so schwergetan haben", rätselte Dennis Deppe, der Sladakovic auf der Bank vertrat. "Wir freuen uns aber über den Turniersieg und darüber, dass wir uns einspielen konnten", fügte Deppe an, der erst im Endspiel auf Jens Schnellhardt (private Gründe) zurückgreifen konnte.

Von den vier Neuzugängen Knut Niegetiet (privat verhindert), Christian Ante (den Wechsel vermeldete TuS-Abteilungsleiter Eckhard Schmied als perfekt), Sasa Sladakovic (saß angeschlagen auf der Bank) und Stefan Hampel, griff lediglich Hampel ins Geschehen ein. Im Endspiel ließ sich der TuS, bei dem Jan Biesenroth mit elf Treffern bester Schütze war, davon jedoch nicht beirren und konnte sich am Ende neben dem Turniersieg auch über eine ordentliche Portion Gerstensaft freuen. Auch aus organisatorischer Sicht konnte eine positive Bilanz gezogen werden. "Es gab faire Spiele, das Turnier ist gut gelaufen und wir hatten über den Tag etwa 100 Zuschauer", berichtete Schmied.

Doch nicht nur der TuS war zufrieden. Auch Final-Gegner ATV Hückeswagen, der in seiner Vorrundengruppe nach zwei Siegen Erster wurde, war mit der Leistung einverstanden. "Dafür, dass es der erste Test unter Wettkampfbedingungen war und wir erst seit zwei Wochen wieder mit dem Ball trainieren, war das okay", befand ATV-Coach Sebastian Mettler, der sich im Finale allerdings über weite Strecken über die Abwehrleistung seiner Schützlinge ärgerte.

Auch die Panther II und der HC Wermelskirchen II, die nach jeweils Platz zwei in ihrer Vorrundengruppe im Spiel um Platz drei aufeinandertrafen, traten mit einem positiven Gefühl die Heimreise an. Nicht nur weil sich die Panther erwartungsgemäß mit 19:10 deutlich gegen den Bezirksligsten durchgesetzt hatten, erklärte Spielertrainer Sendi Cestnik: "Uns haben zwei Rückraumspieler gefehlt. Dafür kann man zufrieden sein." Selbstvertrauen dürfte auch die Mannschaft von HCW-Trainer Jens Wagner gesammelt haben. Vor allem, weil seine Schützlinge in der Gruppe einen 15:14-Erfolg gegen Ligakonkurrent TV Witzhelden feierten.

Quelle: rp-online.de - Niklas Frielingsdorf - 10.08.2015


Letzte Änderung: 16.08.2015 - 13:23